Ich wär‘ so gerne ungezogen

In letzter Zeit fällt mir immer mehr auf wie lieb und nett ich eigentlich bin:

  • Sagt mir jemand etwas, kommt es vor, dass ich nur lieb Lächel, anstatt meine Meinung zu sagen. Nur weil ich total gegensätzlich denke und befürchte mein Gegenüber wird es nicht verstehen. 
  • Kommen fremde Leute und quatschen mich an und es passt mir gerade nicht, dann sag ich dies nur angedeutet anstatt klar und deutlich. 
  • Auch habe ich mir vorab einige Gedanken gemacht wie ich diese Zeilen hier schreibe, denn ich möchte niemanden, der mich kennt, vor den Kopf stoßen 

Es ist ja auch nicht schlecht nett zu sein. Ich mag es jedenfalls wenn mein Gegenüber nett zu mir ist. Das Problem ist nur, dass wenn ich nicht sage was ich denke, bin ich in diesem Moment nicht wirklich ich. Wenn ich mir Gedanken mache was andere denken könnten oder etwas nur für andere tue, dann bin ich nicht bei mir.

Alles eine Frage der Erziehung?!

Das ich so bin wie ich bin liegt natürlich auch daran wie ich erzogen wurde. Aber nicht nur daran! Während ich mich durch die Blogs zu ‚Attachment Parenting‘, ‚Artgerecht‘ und ‚Unerzogen‘ lese, merke ich, was ich eigentlich schon längst weiß:

Das was ich meinem Kind vorlebe ist viel wichtiger und prägender.

Wenn ich mir also etwas für mein Kind wünsche, dann muss ich nicht an meinem Kind herumerziehen, sondern vorallem bei mir schauen was los ist. 

Und das ist nicht immer einfach 🙂 oder was meint Ihr?

Leave a Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.